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Zwölf Titelverteidiger*innen am Start02.04.2026

Deutsche Altersklassen Marathon-Meisterschaften 2026

Von Artur Schmidt

 

Bereits zum dritten Mal in Folge und insgesamt zum fünften Mal finden im Rahmen des ADAC Marathon Hannover die Deutschen Marathonmeisterschaften in der Niedersachsenmetropole statt.

Insgesamt haben 537 Aktive für dieses Event gemeldet; einmal mehr ein Beweis für die Beliebtheit des Austragungsortes Hannover unter der Regie des Veranstalters eichels und des niedersächsischen Leichtathletik-Verbandes NLV.

Am Sonntag, den 12. April werden in zwanzig Altersklassen Titel und Medaillen vergeben. Ferner kämpfen auch die Teams um die Mannschaftstitel.

Erfreulicherweise werden gleich acht Sieger und vier Siegerinnen aus dem Vorjahr versuchen, ihre Titel zu verteidigen.

 

Wir stellen nachfolgend die aussichtsreichsten Kandidaten und Kandidatinnen der einzelnen Altersklassen vor

 

 

AK 35

 

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In diesem Jahr ist die AK 35 leistungsmäßig so stark besetzt wie kaum jemals zuvor.

Lorenz Baum (LAV Stadtwerke Tübingen) belegte im Vorjahr hinter dem Eliteläufer Haftom Walday vom TB Hamburg in hervorragenden 2:13:23 Std. den zweiten Rang in dieser Klasse. Dass er aktuell schon in guter Form ist, hat er bei den Deutschen Halbmarathonmeisterschaften in Frankfurt bewiesen, wo er in 1:05:06 das Ziel erreichte. In Hannover trifft er unter anderem auf Erik Hille (München Athletics), der sich im Vorjahr auf eine Zeit von 2:12 Std. verbessert hat. Hinzu kommt mit Fabian Jenne (Bild 2) von der SG Wenden ein Debütant, dem nach seiner 1:06:23 in Frankfurt über die halb so lange Strecke, einiges zuzutrauen sein wird. Mit dem erfahrenen Marcus Schöfisch (LC Diabü Eschenburg) und dem Deutschen Meister über 50 km, Marcel Bräutigam (GuthMuths- Rennsteiglaufverein), sind zwei weitere Top AK-Athleten am Start.

 

W

 

Die Frage nach der Top-Favoritin in der AK W 35 ist mit Domenika Mayer (LG Telis Finanz Regensburg) schnell beantwortet. Die Polizeihauptkommissarin, befindet sich in guter Form, was ihre Ergebnisse der letzten Woche über 10 km und im Halbmarathon beweisen.

Hinter ihr sind die Lokalmatadorin Lisa Huwatscheck (Hannover 96) und die Berlinerin Katja Fischer als weitere Medaillenkandidatinnen zu nennen. Beide zeigte beim Halbmarathon in Frankfurt gute Leistungen

 

 

AK 40

 

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Mit Simon Stützel von der LG Regio Karlsruhe taucht seit längerer DM-Abstinenz ein Läufer in der Meldeliste auf, der mit seinem diesjährigen 10 km Ergebnis von Leverkusen in 29:44 Min. zeigte, dass er immer noch auf hohem Niveau laufen kann. Dank seiner Erfahrung dürfte er als Titelanwärter in der M 40 genannt werden. Die beiden Frankfurter Robert Unger und Philipp Bartels sollten sich ebenfalls unter den Besten platzieren können.

 

W

 

Der Ausgang in der W 40 ist völlig offen, nachdem die Ulmerin Verena Cerna (Bild 1) in die W 45 aufgestiegen ist. Eine Chance für noch unbekannte Athletinnen sich mit Edelmetall zu schmücken.

 

 

AK 45

 

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Diese Altersklasse ist mit Maciek Miereczko (LG Donatus Erftstadt), Valentin Harwardt vom VfL Wolfsburg und Matthias Ewender (LG Region Landshut) äußerst stark besetzt. Miereczko, der als polnischer Staatsbürger zu Beginn des Jahrtausends nach Deutschland übersiedelte, hat eine Bestzeit von 2:13 Marathon stehen. Auch als 45jähriger gewinnt er in NRW so manch gut besetzten Wettkampf gegen wesentlich jüngere Sportler. In Frankfurt wurde er in 1:08:02 Std. Deutscher Halbmarathonmeister 2026.

Ein spannungsgeladener Dreikampf, bei dem der Bayer Ewender die bayrische AK 45-Bestmarke unterbieten möchte.

 

W

 

Ebenso interessant dürfte das Titelrennen in der weiblichen AK 45 sein.

Hier trifft die Vorjahressiegerin Anne Witte (TSR Wilhelmshaven) auf die aktuelle 50 km- Weltmeisterin Verena Cerna vom SSV Ulm. Die Dritte sehr zu beachtende Athletin, Bettina Englisch (TSG 1845 Heilbronn), hat auch schon fast 35 Wettkampfjahre hinter sich. Englisch unterlag bei den Deutschen Halbmarathonmeisterschaft nur knapp der 54-fachen Deutschen Meisterin Sabrina Mockenhaupt-Gregor und erzielte hierbei mit 1:19:29 Std. ein bemerkenswertes Ergebnis. Witte lief bei diesem Rennen als Dritte ein.

 

 

AK 50

 

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Traditionsgemäß ist diese AK seit Jahren immer top besetzt. Zu den Favoriten zählt in diesem Jahr Matthias Weipert, der kürzlich bereits den Halbmarathontitel gewinnen konnte. Leicht wird der lange Weg vom Hannoveraner Rathaus und zurück zum Ziel für den Sohn des ehemaligen DDR Spitzenläufers Klaus-Peter Weipert nicht. Klaas Hinnek von der LAV Stadtwerke Tübingen kennt ebenfalls bereits das Gefühl, bei Deutschen Meisterschaften ganz oben auf dem Podium zu stehen. Er wird es zumindest versuchen, dem Rostocker das Siegen schwer zu machen.

 

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Cristel Dörschel (SG Wenden) hätte es sicherlich verdient, einmal ganz ober bei Deutschen Marathonmeisterschaften stehen zu können. Auch die Wiesbadenerin Karin Schenk wird sicherlich bei der Medaillenvergabe ein Wörtchen mitreden wollen.

 

 

 

AK 55

 

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Der ehemalige Radsportler Marcus Mey (Millers Colonia 2020) ist das Siegen gewohnt. In diesem Jahr gewann er über 10 und 50 Kilometer, sowie im Halbmarathon sämtliche Deutsche Meisterschaften – die uneingeschränkte Nr. 1 bei nationalen Titelkämpfen auf der Straße! Dieser beeindruckenden Sammlung möchte er in Hannover gerne einen weiteren Titel hinzufügen. Hinter ihm könnten eine ganze Reihe von Athleten sich erstmalig Edelmetall holen.

 

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Seit Jahren besticht die Allersbergerin Christine Ramsauer mit guten Resultaten. Mit Astrid Krause vom USC Mainz hat sie allerdings in Hannover eine starke Gegnerin, die bereits im März den DM-Titel über 50 km gewinnen konnte.

 

 

AK 60

 

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In der M 60 steht Robert Jäkel (Lintorf) nach seinen Titelgewinner 2024 und 2025 auch in diesem Jahr wieder mit Siegesambitionen am Start. Es wird für den Reiselaufveranstalter keine leichte Aufgabe, sich zu behaupten. Mit dem „Local Hero“ Guido Vollkommer (Hannover 96) und dem mehrfachen DM-Medaillengewinner Ingo Wissmann (SV Brackwede) trifft er auf starke Konkurrenten.

 

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Im Vorjahr war mit Beate Bonnaire (Dresden) nur eine Athletin am Start. Dieses Mal haben die aktuelle Deutsche Halbmarathonmeisterin Claudia Mordas (Tusem Essen) und Susanne Bitzer von der SC Herlingen gemeldet. Hier sollte Mordas die Oberhand behalten.

 

 

AK 65

 

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Garanten für gute Leistungen werden hier in erster Linie Klaus Rohracker (LG Gendorf Wacker Burghausen), Martin Rapp (LAV Tübingen, Bild 5), Dr. Winfried Huber (PTSV Rosenheim) und Titelverteidiger Thomas Jäger aus Esslingen sein.

Es wird ein packendes Rennen und ein äußerst spannender und leistungsstarker Wettkampf zu erwarten sein.

 

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Nicole Schwindt (LAV Tübingen, Bild 4) tritt nach ihren guten Vorleistungen bei den Halbmarathon-Siegen in Kandel und Frankfurt als Favoritin an. Im Vorjahr auf dem Silberrang könnte es 2026 wieder zur Deutschen Meisterschaft reichen. Ihren Platz aus dem Vorjahr könnte Hannelore Lyda (SG Bredenbeck) in dem fünf Teilnehmerinnen großen Feld einnehmen.

 

 

AK 70

 

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Im Vorjahr überraschte der Schleswig-Holsteiner Peter Massny mit dem Titelgewinn.

In diesem Jahr könnte es zusammen mit Wladimir Nagowizny möglicherweise zu einem Norddeutschen Doppelsieg in der M 70 reichen.

 

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Vor Monatsfrist hieß der Einlauf in der W 70 bei den Deutschen 50 km-Meisterschaften Karin Kotzke (SG Bredenbeck) vor Ilona Schmiedel (LG Ultralauf). Dies könnte ebenso wieder an der Leine geschehen.

 

 

AK 75

 

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Dem Dortmunder Michele Puglise gelang im Vorjahr die Titelverteidigung. Auch in diesem Jahr möchte er erneut den Titel holen. Mit Michael Graeber (SuS Oberaden) trifft er auf den aktuellen deutschen 50 km-Meister der M 75.

 

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Julia Suwalack (LSF Münster) ist die älteste und einzige Starterin in der W 75. Mit ihrer großen Erfahrung wird sie den Marathon in Hannover sicher gut bewältigen.

 

 

AK 80

 

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In dieser Altersklasse liegen vier Meldungen vor. Bertold Nykamp (LC Nordhorn) und dem mehrfachen Deutschen Meister Walter Johenen (LAV Stadtwerke Tübingen) werden die größten Siegchancen eingeräumt.

 

AK 85

 

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Zwei Läufer haben hier ihre Meldungen für Hannover abgegeben.

Zum einen ist dies Werner Stöcker (LG Wittgenstein, Bild 3), der seit zwanzig Jahren von Sieg zu Sieg läuft und dabei viele Deutsche-, Europäische- und Weltbestleistungen aufstellen und nationale und internationale Titel einsammeln konnte. Sein Konkurrent ist Johannes Spiecker von der LG Grenzland.

 

 

 

Es macht mir immer wieder eine besondere Freude, die Altersklassen unter die Lupe nehmen zu dürfen.

Es ist selbstverständlich, dass meine Einschätzung nicht zu 100 Prozent mit den Ergebnissen am 12. April übereinstimmen können.

Diese Tatsache der Unvorhersehbarkeit, macht jedoch gerade die Deutschen Altersklassenmarathonmeisterschaften aus.

In diesem Sinne, viel Spaß und viel Erfolg in Hannover, auch für diejenigen die in meiner Vorschau nicht genannt sind.